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Writer: Unterstützte Dokument-Formate
Open Office speichert von Writer aus in den gewohnten Formaten ODF, SXW sowie in MS Word 2003 XML und MS Word 97/2000/XP, 97, 95 und 6.0. Praktisch ist auch, dass Open Office neuerdings auch Dateien aus MS Office 2007 mit den Anhängseln .docx, .xlsx, .pptx öffnen kann.
Probleme mit der Rechtschreib-Prüfung
Automatisch sind bei unserer Open Office Version ein englisches, ein französisches und ein Spanisches Wörterbuch installiert. Unser aus Version 2.x importiertes persönliches Wörterbuch mit den in den letzten Monaten gesammelten Begriffen arbeitet leider nicht mehr in Open Office 3. Das liegt daran, dass Wörterbücher nun als "Extensions" gespeichert werden. Also installieren wir als Extension ein aktuelles deutsches Wörterbuch hinzu.
Leider zeigt sich auch nach einem Neustart von Open Office, dass die Rechtschreib-Prüfung weder beim von uns installierten deutschen, noch beim automatisch installierten englischen Wörterbuch ihren Dienst tun wollte. Erst nach einem Windows-Neustart lässt sich das deutsche wie auch die anderen fremdsprachigen Wörterbücher endlich nutzen.
Writer: Praktische Randbemerkungen
Die Darstellung von Notizen in Writer ist überarbeitet worden; diese werden nun nicht mehr als herumfliegende gelbe Zettelchen, sondern als farbig hinterlegte Bemerkungen rechts vom Dokument angezeigt.
Dabei wird automatisch der Name des aktuellen Nutzers eingefügt, und diesem eine Hintergrundfarbe zugeordnet. Gelöscht werden können daher später auch alle Notizen eines bestimmten Nutzers, wenn es nötig werden sollte. Sehr praktisch!
Neues "Start Center"
Neu ist auch der Willkommens-Dialog bzw. das "Start Center", indem der Anwender direkt ein neues Text-Dokument, eine Präsentation, eine Datenbank, eine Tabellenkalkulation, eine Zeichnung oder eine Formel anlegen kann.
Zudem können von hier aus bereits erstellte Dokumente geöffnet werden. Dringend notwendig ist das Startcenter jedoch nicht, da bei der Installation im Windows-Startmenü sowieso Links direkt zu Writer, Calc usw. angelegt werden.
Calc und Impress: Mehr Platz für Tabellen Nutzer von Calc, die sich bisher über die Einschränkung auf 256 Spalten geärgert haben, können aufatmen, da nun bis zu 1024 Spalten möglich sind. Zudem können Tabellen nun auch gleichzeitig von mehreren Nutzern bearbeitet werden.
Auch in Impress müssen Tabellen nun nicht mehr zwangsläufig aus Calc importiert werden, sondern lassen sich direkt in Impress anlegen und anpassen. Das ist vielleicht auch ganz gut so, da das Layout der von uns im Test aus Calc in Impress importierten Tabelle ziemlich aus den Fugen geriet, und einiges an Nachbearbeitung nötig war. Wenn es um Formeln oder Berechnungen geht, muss allerdings Calc weiter als Hilfe herhalten, da Impress im Test in unseren Tabellen nichts ausrechnen wollte.
Open Office für Mac OS
Auch für Mac-Nutzer ist Open Office jetzt einfacher zu installieren, da nun Open Office direkt ohne Window-Manager X11 genutzt werden kann. Außerdem lassen sich Dateien aus MS Office 2008 für Mac OS X öffnen.
Weitere Neuerungen in Kürze
- Unterstützung für das kommende OpenDocument Format 1.2 (ODF) mit Metadatenmodell basierend auf den W3C-Standards RDF und OWL.
- Calc: Zu Regressionskurven kann nun auch der Korrelationskoeffizient angezeigt werden
- Draw und Impress: Zuschneiden von Bildern jetzt auch per "Anfasser" (bewegliche Eckpunkte) möglich
Fazit: Kleine Neuerungen erleichtern die Arbeit
Insgesamt lässt sich Open Office in Version 3 immer noch genauso gut bedienen wie in Version 2.x. Eine Einarbeitung ist nicht notwendig; die neuen Funktionen machen die Arbeit vor allem in Writer eher noch leichter.
Schade ist allerdings, dass auch in dieser Version die Papiergröße in Calc nicht mit abgespeichert wird, sodass nach einem erneuten Öffnen des Dokuments immer wieder von der Druckgröße DINA4 ausgegangen wird. Vorsichtige sollten vielleicht bei der Installation die alte 2.x Version auf dem Rechner behalten, bis sich gezeigt hat, dass die neue Version 3.x tadellos läuft.
Quelle: freenet.de |